Ehrenamtskoordination

Um dem hohen Unterstützungsbedarf von traumatisierten und psychisch erkrankten Geflüchteten in Thüringen adäquat begegnen zu können, wurde das Netz professioneller Unterstützung, welches das PsZF REFUGIO Thüringen anbietet, bereits im September 2015 ergänzt und erweitert — nämlich um die Stärkung und Förderung zivilgesellschaftlichen Engagements.

Seit Beginn des Projektes „Auf- und Ausbau zivilgesellschaftlichen Engagements in der psychosozialen Beratungstätigkeit mit Flüchtlingen“ hat sich eine Vielzahl von Ehrenamtlichen im PsZF gemeldet, mit denen schnell und kompetent Kontakt aufgenommen wurde. Rund 35 von ihnen können als „aktive“ und 20 als „sehr aktive“ Ehrenamtliche bezeichnet werden. Diese kümmern sich individuell um die Belange unserer Klient*innen sowie organisieren Gruppenangebote, wie eine Skatergruppe für Jugendliche und eine Laufgruppe. Doch auch alltagsbezogene Begleitungs- und Unterstützungsangebote wie Kinderbetreuung bei Sprachkursen, Sprach- und Sozialtandems oder kleine Patenschaften zwischen Flüchtlingen und Ehrenamtler*innen haben sich in den letzten Jahren entwickelt.

Die flüchtlingssolidarische Arbeit benötigt angesichts der vielen Flüchtlinge, die in Deutschland Schutz suchen, Unterstützung. Diese muss professionell angeleitet sein, um wirksam werden zu können. Fragen nach Aufgaben und Unterschieden von Haupt- und Ehrenamt müssen dabei zwingend geklärt sein, um Überforderung zu vermeiden.

Die Etablierung eines Ehrenamtskoordinators hat sich auch in diesem Spannungsfeld als sehr hilfreich erwiesen.

Das Projekt wird durch den Fonds „Unterstützung von Flüchtlingen im Inland“ der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland teilfinanziert.