Ehrenamtskoordination

Qualifiziert engagiert in Thüringen (QeT)

Die flüchtlingssolidarische Arbeit benötigt angesichts der vielen Flüchtlinge, die in Deutschland Schutz suchen, Unterstützung. Diese muss professionell angeleitet sein, um wirksam werden zu können. Fragen nach Aufgaben und Unterschieden von Haupt- und Ehrenamt müssen dabei zwingend geklärt sein, um Überforderung zu vermeiden.

Die Etablierung eines Ehrenamtskoordinators hat sich auch in diesem Spannungsfeld als sehr hilfreich erwiesen.

Das Projekt soll 2018 die in Thüringen aktiven Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe in drei Bereichen fördern:

Erstens sollen auf der strukturellen Ebene Initiativen und Organisationen vernetzt werden, um einerseits landkreisübergreifendes Engagement effektiver zu koordinieren und gewissermaßen eine gemeinsame Basis zu schaffen und andererseits die Unterstützung in den Kreisen selbst wirksamer zu gestalten. Hierzu sollen Hauptamtliche auf kommunaler, regionaler und Landesebene adressiert und zusammengebracht werden.

Zweitens sollen für die dort tätigen Ehrenamtlichen Qualifizierungsmöglichkeiten geschaffen werden, die sich insbesondere an den tatsächlichen Bedarfen vor Ort orientieren und flexibel einsetzbar sind.

Drittens sollen Ehrenamtliche für das Psychosoziale Zentrum für Flüchtlinge (PsZF) gewonnen und mit den bereits hier tätigen unter Berücksichtigung der Besonderheiten der Klient*innen koordiniert, fortgebildet und supervidiert werden, um mithilfe verschiedener Ansätze – z.B. Patenschaften, Terminbegleitungen, Freizeitangebote – sensibel und effektiv die Stabilisierung und Aktivierung der Klient*innen zu unterstützen.

Das Projekt wird 2018 durch die Robert Bosch Stiftung und die Beauftragte für Migration, Integration und Flüchtlinge des Landes Thüringen finanziert.