ORANGE THE WORLD – TO STOP VIOLENCE AGAINST WOMEN:

Im Schnitt greift alle 45 Minuten ein Mann seine Partnerin an. Jeden Tag versucht ein (Ex-)Partner eine Frau zu töten. Die Zahlen der Betroffenen steigen, Jahr für Jahr. Hinzu kommt, dass Frauen in sozialen Medien regelmäßig Hass, Gewaltandrohung, Mobbing und Stalking ausgesetzt sind.

Weltweit wird am 25. November der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen begangen. 1981 wurde er als Gedenktag von Aktivistinnen ausgerufen und 1999 von den Vereinten Nationen als Internationaler Gedenktag anerkannt.

Mit dem ORANGE DAY wollen die Vereinten Nationen auf die fortgesetzte Gewaltanwendung gegen Frauen und Mädchen aufmerksam machen. Als Zeichen sind Menschen weltweit dazu aufgefordert, sich „orange“ zu kleiden und so für die Beendigung jeder Gewalt an Frauen und Mädchen einzusetzen. Die ORANGE DAYS beginnen jedes Jahr am 25. November und finden ihren Abschluss am 10. Dezember, dem internationalen Tag der Menschenrechte.

REFUGIO Thüringen setzt sich im Rahmen des Projektes „Koordinierungs-, Vernetzungs- und Beratungsstelle für von Gewalt betroffene geflüchtete Mädchen*, Frauen*, LGBTIQA* und andere besonders schutzbedürftige Personengruppen“ für die der Förderung und Selbststärkung dieser Menschen ein.

Für Mädchen* und Frauen* mit Fluchterfahrung soll –gemäß den Vorgaben der Istanbul-Konvention – auf die Entwicklung und Etablierung effektiver Schutzmaßahmen hingewirkt werden. Besondere Beachtung gilt dabei den Themen Menschenhandel, FGM und Zwangsverheiratung.

Unter Beteiligung von REFUGIO Thüringen soll am diesjährigen 25.November ab 17.00 Uhr unsere Stadtkirche in orangem Licht erstrahlen. Gemeinsam mit Netzwerkpartner*innen soll mit kleinen Aktionen und Gesprächsangeboten auf das Thema und entsprechende lokale Unterstützungsangebote aufmerksam gemacht werden.

Geplant war in diesem Kontext ebenso eine Lesung zum Thema Zwangs- und Traditionsheiraten am 27.November 2020. In der Rathausdiele wollte die Hamburger Autorin Rukijen Cankiran aus ihrem Buch „Das geraubte Glück“ lesen und anschließend mit Zuhörer*innen ins Gespräch kommen.

Pandemiebedingt muss diese Veranstaltung leider auf den Freitag, 12.März 2021 verschoben werden.