Beantragung Kostenübernahme Dolmetscher*innen

Beantragung Kostenübernahme Dolmetscher*innen für Psychotherapie

Die Krankenkassen übernehmen keine Kosten für in einer ambulanten Psychotherapie benötigte Dolmetscher*innen. Dies hat sich auch mit Einführung der elektronischen Gesundheitskarte in Thüringen nicht geändert. Über die Bewilligung einer Kostenübernahme von Dolmetschleistungen entscheiden weiterhin die Sozialämter. Leider gibt es hierfür keine eindeutigen gesetzlichen Regelungen. Die Entscheidung liegt in den Händen der einzelnen Behörden. Je nach Aufenthaltsstatus der beantragenden Person ist bei der Beantragung der Kostenübernahme auf unterschiedliche Gesetzesparagraphen zu verweisen.

  • Asylbewerber*innen, die weniger als 15 Monate in Deutschland sind (noch im Verfahren, mit Duldung und ausreisepflichtige Ausländer*innen)

Für diese Gruppe kann unter Bezug auf §§ 4 und 6 AsylbLG die Kostenübernahme von Dolmetschleistungen beantragt werden. Einen entsprechenden Vordruck finden Sie hier:

Vorlage unter 15 Monaten

 

  • Asylbewerber*innen, die länger als 15 Monate in Deutschland sind (noch im Verfahren, mit Duldung und ausreisepflichtige Ausländer*innen) und Analogleistungen nach § 2 AsylbLG beziehen

Für diese Gruppe kann unter Bezug auf § 73 S. 1 SGB XI  die Kostenübernahme von Dolmetschleistungen beantragt werden. Einen entsprechenden Vordruck finden Sie hier:

Vorlage über 15 Monate

 

  • Anerkannte Asylbewerber*innen im ALGII-Bezug (Geflüchtete mit Asylrecht, Flüchtlingsstatus, subsidiärer Schutz)

Hier kann im Einzelfall versucht werden, über § 21 Abs. 6 SGB II eine Kostenübernahme als Mehrbedarf beim Jobcenter zu beantragen. Einen entsprechenden Vordruck finden Sie hier:

Vorlage Antrag Jobcenter