Therapie mit Geflüchteten

Die BafF  e.V. hat eine Arbeitshilfe zu dem Thema  „Flüchtlinge in unserer Praxis“ mit Informationen für Ärzt*innnen und Psychotherapeut*innen zusammengestellt. Diese kann hier heruntergeladen werden.

Besondere Belastungen von Geflüchteten?

Die psychischen Belastungen von Geflüchteten sind gekennzeichnet von ihren Fluchtgründen, der Fluchtgeschichte sowie dem Ankommen in einem anderen Land. Konkrete Erfahrungen können dabei sein:

  • Kriminelle Schlepper, Vergewaltigung, Hunger und Durst, Todesgefahren
  • Verfolgungs-, Gefängnis- und Lagererfahrung
  • Trennung und Verlust von Bezugspersonen
  • UMF: Zwangsrekrutierung als Kindersoldaten, weibliche Genitalverstümmelung, familiäre Gewalt, Kinderzwangsarbeit, Zwangsverheiratung
  • Ungewissheit der Anerkennung als Flüchtling im Aufnahmeland; Diskriminerungserfahungen

Viele Therapeut*innen haben Bedenken, mit Geflüchteten zu arbeiten, da sie sich selbst nicht als Expert*innen für Traumatherapie sehen bzw. Respekt vor der sehr belastenden Arbeit haben. Häufig geht es in den Therapien aber auch um Stabilisierung und nicht unbedingt ausschließlich um Traumabewältigung. Die meisten approbierten Psychotherapeut*innen bringen daher das Handwerkszeug mit, auch mit Geflüchteten zu arbeiten. Für Fragen und weitere Bedenken können Sie sich gern an uns wenden!