Die Farbe dieses Tages ist blau und soll zeigen: Jedes Kind hat Rechte – egal wo auf der Welt es lebt. Der Internationale Tag der Kinderrechte ist ein Tag, an dem diese Rechte gefeiert, verbreitet und bestärkt werden sollen. Es ist aber auch ein Tag, an dem darauf aufmerksam gemacht wird, dass nicht jedes Kind diese Rechte ausleben darf bzw. kann. Der Tag geht zurück auf die Gründung der UN-Kinderrechtskonvention 1989. In dieser Verfassung sind grundlegende Rechte in verschiedenen Bereichen wie z.B. Gesundheit, Bildung und Gleichheit für Kinder und Jugendliche festgelegt worden.

Wie sind die Kinderrechte entstanden?

Kinder besaßen lange Zeit keine eigenen Rechte. Sie wurden als Besitz der Eltern angesehen und stellten eine zusätzliche Arbeitskraft dar. Auch waren sie gesetzlich nicht vor Gewalt und Missbrauch geschützt.

Mit der Industrialisierung, der Einführung der Schulpflicht und der Etablierung genereller Menschenrechte durch die französische Revolution rückten Kinder und ihre Rechte erstmals in den Fokus der Gesellschaft und erste gesetzliche Verankerungen wurden getroffen. Im 20. Jahrhundert wurde immer mehr auf diese Rechte aufmerksam gemacht bis schließlich mehrere völkerrechtliche Erklärungen am 20. November 1989 in einem Dokument vereint und zusammengefasst wurden – der UN-Kinderrechtskonvention.

Mehr zu der Geschichte der Kinderrechte erfahren Sie hier.

Wofür sind sie da?

Die Kinderrechte, verfasst von der Kinderrechtskonvention verpflichten gesetzlich alle unterzeichnenden Staaten (mittlerweile umfasst dies alle Staaten der Welt) zur aktiven Einhaltung der Kinderrechte.

Was bedeuten Kinderrechte für geflüchtete Kinder und Jugendliche?

Geflüchtete Kinder und Jugendliche sind besonders gefährdet, wenn es um mögliche Verletzungen der Kinderrechte geht. Dabei benötigen sie in der Ausnahmesituation der Flucht und des Ankommens einen besonderen Schutz. Diese Lebenslagen finden auch in der Konvention Beachtung: so steht z.B. in Art. 22.1 geschrieben, dass Schutz und humanitäre Hilfe für geflüchtete Kinder gewährleistet werden sollen – unabhängig davon, ob sie mit oder ohne ihre Eltern geflohen sind. Humanitäre Notlagen in Krisengebieten, auf der Flucht und in Lagern sind jedoch keine Seltenheit und stehen den grundlegenden Kinderrechten gegenüber. Und auch eine Ankunft in Deutschland bedeutet nicht, dass die Kinderrechte gesichert sind: Überfüllte Unterkünfte und damit verbundene Gewalt und Konflikte, erschwerter Zugang zu Bildung und Freizeitangeboten sowie zu medizinischer und psychischer Versorgung sind häufig die Realität der ankommenden Kinder und Jugendlichen.

Weiter Informationen:

Für KINDER – 10 Kinderrechte zum Merken und Weitersagen

Für ERWACHSENE