Die Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer (BAfF e.V.) hat den neuen Versorgungsbericht zur Versorgung von geflüchteten Menschen und Folteropfern veröffentlicht. Dieser Bericht unterstreicht ein weiteres Mal die Notwendigkeit der Arbeit psychosozialer Zentren (PSZ) und den notwendigen Ausbau der Versorgungslandschaft. Nur 40 psychosoziale Zentren bundesweit versorgen momentan 22.700 Klient*innen und sind dabei oftmals zusätzlich durch begrenzte Projektzeiten und Förderungen belastet. So wird deutlich, dass nach wie vor nicht genügend Therapieplätze und Beratungsmöglichkeiten für Menschen mit Fluchterfahrungen bereitgestellt werden – 7.600 Personen mussten von den PSZ aufgrund mangelnder Kapazitäten bundesweit abgelehnt werden. Außerdem sind die Wartezeiten, mit durchschnittlich 7 Monaten, vor allen Dingen für Menschen in akuten Krisen kaum auszuhalten. Elise Bittenbinder, Vorstandsvorsitzende der BAfF e.V.:

„Die Psychosozialen Zentren sind mit ihren Komplexleistungen und dem Angebot an Psychotherapie und psychosozialer Unterstützung einzigartig in der Versorgungslandschaft. Die Arbeit der PSZ muss dringend flächendeckend und nachhaltig staatlich gefördert werden, um traumatisierten Geflüchteten eine bedarfsgerechte Unterstützung bieten zu können.“

Der gesamte Versorgungsbericht kann auf der Seite der BAfF e. V. gelesen und heruntergeladen werden.