Projekte

Die Angebote von refugio thüringen e.V. werden durch Projekte verschiedener Förderer ermöglicht. In vielfältiger Weise fördern uns:

Die im Folgenden beschriebenen Projekte werden auch durch eine Vielzahl von privaten Spender*innen, die mit kleinen und großen Beträgen unser Anliegen unterstützen, ermöglicht.

Aufbau einer Koordinierungs- und Fachberatungsstelle für Betroffene von Menschenhandel

Ziel des Projektes:

Mit dem Aufbau einer Koordinierungs- und Fachberatungsstelle für Betroffene von Menschenhandel in Thüringen wird eine langjährige Lücke geschlossen. Bisher war Thüringen das einzige Bundesland ohne ein solches Beratungsangebot. Das geförderte Projekt lässt sich in zwei Linien unterteilen: die fachspezifische Beratung für und Unterstützung von Betroffenen und Dritten sowie die Sensibilisierung und Aufklärung der (Fach-)Öffentlichkeit. Für beide Projektlinien wird die Zusammenarbeit und der Aufbau eines soliden Netzwerkes mit anderen Projektpartner*innen angestrebt.

Innerhalb der fünf Jahre Projektlaufzeit soll ein spezialisiertes Beratungsangebot für Betroffene von Menschenhandel geschaffen werden, welches sich an den Bedarfen der Zielgruppe orientiert. Zum Leistungsspektrum der Koordinierungs- und Fachberatungsstelle gehören unter anderem ganzheitliche psychosoziale und traumapädagogische Betreuung, Unterstützung in aufenthaltsrechtlichen Fragen, Begleitung zu Behörden und Unterstützung in polizeilichen Ermittlungsverfahren. Das Angebot richtet sich an alle Betroffenen von Menschenhandel sowie an Dritte, die Beratungsbedarf zu dieser Thematik haben.

Neben dem Beratungsangebot werden auch Strukturen zur Sensibilisierung und Aufklärung der (Fach-)Öffentlichkeit zum Thema Menschenhandel aufgebaut. Hierfür wird das Thema aufbereitet und in Curricula für unterschiedliche Zielgruppen verpackt, die für Veranstaltungen, Fortbildungen und Workshops eingesetzt werden sollen.

Kontakt:

Mail: bekom@refugio-thueringen.de

Tel.: 0157 50452769

Projektpartner*innen:

Das Projekt arbeitet eng mit dem vom TMMJV geförderten Projekt zur Beratung von Betroffenen von Menschenhandel sowie dem Psychosozialen Zentrum REFUGIO zusammen. Außerdem bestehen Vernetzung und Zusammenarbeit mit weiteren Akteur*innen sowohl auf regionaler als auch auf bundesweiter Ebene.

Projektlaufzeit:

01.02.2021 – 31.01.2026

Projektförderung:

Der Aufbau der Koordinierungs- und Fachberatungsstelle für Betroffene von Menschenhandel wird durch die Aktion Mensch und die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) finanziert und durch Spenden unterstützt.

Beratungsstelle für Betroffene von Menschenhandel in Thüringen

Ziel des Projektes:

Das Projekt beabsichtigt die Umsetzung der EU-Richtlinie 2011/36/EU zur Verhütung und Bekämpfung des Menschenhandels und zum Schutz und zur Unterstützung seiner Betroffenen. In allen Bundesländern der Bundesrepublik Deutschlands gibt es ein flächendeckendes Angebot an Fachberatungsstellen für Betroffene von Menschenhandel, außer in Thüringen. Mit diesem Projekt wird eine wichtige Lücke geschlossen.

Ziel des Projektes ist es dementsprechend der vulnerablen Zielgruppe nicht-deutsche Betroffene von Menschenhandel bestmögliche Unterstützungsmöglichkeiten und Hilfestrukturen anzubieten. Betroffene von Menschenhandel und Ausbeutung werden durch das Projekt befähigt sich selbst als Betroffene wahrzunehmen und das Unrecht, das ihnen angetan wird bzw. wurde, als solches zu identifizieren. Mit dem Angebot werden Betroffene zudem in die Lage versetzt ihr Leben eigenverantwortlich zu gestalten, ihre Handlungskompetenz zu stärken, sie in ihrem Alltag stabilisieren, in ihren Ressourcen aktivieren und sie bei der Entwicklung von Zukunftsperspektiven stärken.

Das Projekt wird durch ein Gesamtkonzept ermöglicht, das niederschwellige, individuelle gewalt- und traumasensible systemische Beratung, Case-Management und ggf. Vermittlung an weiterführende Stellen, Empowerment (Einzel- und Gruppenangebote), Stärkung von Teilhabe durch Zugang zum Gesundheitswesen sowie fachliche Fortbildungen für Dritte beinhaltet. Die Angebote erfolgen gestützt durch geschulte Sprach- und Kulturmittler*innen.

Kontakt:

bekom@refugio-thueringen.de

01573 9053791

Projektpartner*innen:

Das Projekt arbeitet eng mit dem von Aktion Mensch geförderten Projekt zum Aufbau einer Fach- und Koordinierungsstelle für Betroffene von Menschenhandel sowie dem Psychosozialen Zentrum REFUGIO zusammen. Außerdem bestehen Vernetzung und Zusammenarbeit mit weiteren Akteur*innen sowohl auf regionaler als auch auf bundesweiter Ebene.                      

Projektlaufzeit:

01.04.2021 bis 31.12.2021 (Gesamtprojektlaufzeit: 01.04.2021 bis 31.03.2024)

Projektförderung:

Dieses Projekt wird aus Mitteln des Thüringer Ministeriums für Migration, Justiz und Verbraucherschutz (TMMJV) und der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) finanziert und mit Spenden unterstützt.

Anlauf- und Beratungsstelle für traumatisierte und/oder psychisch belastete Flüchtlinge in Thüringen

Ziel des Projektes:

Im Fokus des Projektes stehen die psychosoziale Beratung, Körpertherapie und Kunsttherapie von traumatisierten Geflüchteten in Thüringen. Die zentralen Maßnahmen zur Betreuung der Klient*innen werden durch geschulte Sprach- und Kulturmittler*innen unterstützt. Hinzu kommt die Durchführung von Interventionsscreenings durch psychologisch-therapeutisch qualifizierte Fachkräfte. Neben der Betreuung der Betroffenen im Psychosozialen Zentrum für Flüchtlinge REFUGIO Thrüingen (PSZ) sollen Fachkräfte, Organisationen und Behörden für das Thema sensibilisiert werden und so durch gezielte Informations- und Netzwerkarbeit zur Verbesserung der Lebenssituation der Betroffenen in Thüringen beigetragen werden.

Kontakt:

koordination@refugio-thueringen.de

Projektlaufzeit:

01.01.2021-31.12.2021

Dieses Projekt wird aus Mitteln des Thüringer Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie finanziert.

AMIF „NOW – it happens NOT ONLY to WOMEN: Hilfe für männliche* Opfer sexualisierter Gewalt”

Ziel des Projektes:

Sexualisierte Gewalt gegen Jungen* und Männer* im Kontext von Krieg und Flucht ist ein Thema, welches erst vor wenigen Jahren in die öffentliche Wahrnehmung gerückt ist. Dennoch handelt es sich hierbei nach wie vor um ein weitestgehend unterschätztes gesellschaftliches Problem.

Das Projekt „NOW – it happens NOT ONLY to WOMEN: Hilfe für männliche* Opfer sexualisierter Gewalt” hat sich zum Ziel gesetzt, dieses Thema durch Sensibilisierung und Aufklärung weiter in die Öffentlichkeit hineinzutragen, damit diese Form der sexualisierten Gewalt als solche klarer erkannt, eingeordnet, benannt und bearbeitet werden kann.

Zentrales Anliegen des Projekts ist die therapeutische und psychosoziale Versorgung von den Männern* und Jungen* unter den Asylbewerbern in Thüringen, die sexualisierte Gewalt im Kontext Krieg und Flucht erfahren haben.

Angestrebt wird eine ganzheitliche Behandlung im PSZ, die durch Vermittlung an, Information von und den Diskurs mit Fachkräften ergänzt wird und so zum Ausbau von Versorgungskapazitäten im Freistaat beitragen soll.

Insgesamt soll das Projekt zur Verbesserung der Lebenssituation betroffener männlicher Asylbewerber* in Thüringen sowie zur Stärkung der Kompetenzen und Selbsthilfepotentiale dieser Klienten* beitragen. Aufklärung und Information von Betroffenen wie auch Weiter-Qualifizierung und Vernetzung von Projektmitarbeitenden gehören ebenso zu den definierten Zielen wie die Information und Vernetzung der zielgruppenspezifischen Fachöffentlichkeit, Initiativen, Organisationen und Multiplikatoren*.

Weitere Informationen finden Sie unter dem Fachthema Sexualisierte Gewalt an Jungen* und Männern*.

Kontakt:

koordination@refugio-thueringen.de

Projektlaufzeit:

01.Juli 2019 bis 30.Juni 2022

Projektförderer:

Dieses Projekt wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds kofinanziert sowie vom BMFSFJ, der UNO Flüchtlingshilfe und mit Spenden unterstützt. 

 

„Koordinierungs-, Vernetzungs- und Beratungsstelle für von Gewalt betroffene geflüchtete Mädchen*, Frauen*, LGBTIQA* und andere besonders schutzbedürftige Personengruppen“

Ziel des Projektes:

Der Fokus dieses Projektes richtet sich an Geflüchtete mit besonderen Schutzbedarfen. Ein wesentliches Ziel besteht in der Förderung und Selbststärkung geflüchteter Mädchen*, Frauen* und LGBTIQA*. Ermöglicht werden sollen ein verbesserter Zugang zu Beratungs- und Schutzangeboten, die Teilnahme an Empowerment-Trainings (z.B. Tages-Workshops für von Rassismus Betroffene) sowie Selbstorganisation.

Im Bezug zum Themenkomplex LGBTIQA* und Flucht wird der Aufbau einer spezialisierten Fachstelle angestrebt. REFUGIO Thüringen versteht sich hier einerseits als kompetentes Beratungs- und Therapiezentrum,und andererseits als Kontakt- und Begegnungsort für queere Geflüchtete.

Des Weiteren soll die Kooperation mit anderen niedrigschwelligen Angeboten im selben Themenfeld etabliert bzw. ausgebaut werden. Ziel ist außerdem, Austausch und Empowerment von LGBTIQA* zu Diskriminierungsmechanismen und gesellschaftlichen Machtverhältnissen in Bezug auf sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität zu fördern.

Für Mädchen* und Frauen* mit Fluchterfahrung soll –gemäß den Vorgaben der Istanbul-Konvention – auf die Entwicklung und Etablierung effektiver Schutzmaßahmen hingewirkt werden. Hierfür soll ebenso die Kooperation mit anderen Akteur*innen und Netzwerken gefestigt und erweitert werden. Besondere Beachtung gilt dabei den Themen Häusliche Gewalt, FGM/C und Zwangsverheiratung.

Der Aufbau eines selbstorganisierten Gruppenangebots von und für geflüchtete Trans*Personen wird derzeit unterstützt. Bei Interesse erhalten Sie hier […] mehr Informationen.

REFUGIO Thüringen versteht sich darüber hinaus als Koordinierungs- und Beratungsstelle für Akteur*innen verschiedener Institutionen. Ziel in diesem Sinne ist die kompetente Beratung und/oder Vermittlung zu weiteren Unterstützungsangeboten wie auch eine bedarfsgerechte Qualifizierung, weitere Sensibilisierung und Vernetzung von Professionellen, die mit den entsprechenden Zielgruppen arbeiten.

Dies soll gewährleistet werden durch die Teilnahme an und Organisation von Arbeitskreisen und Vernetzungstreffen sowie von Weiterbildungsveranstaltungen z.B. zur Istanbul Konvention.

Eine Spezialisierung und die damit einhergehende Erweiterung der eigenen Expertise soll durch stetige Qualifizierung der Projektmitarbeitenden sichergestellt werden.

Kontakt:

Heike Hebestreit & Lea Stegmann

ProtectionAgainstViolence@refugio-thueringen.de

0157/76432788

Projektpartner*innen:

Zusammenarbeit und Vernetzung besteht unter anderem mit: ezra – Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Thüringen, Frauenhaus Jena, Frauenzentrum Towanda e.V., Vielfalt Leben – QueerWeg Verein für Thüringen e. V., Trans-Inter-Aktiv Mitteldeutschland (TIAM) e.V., Netzwerk gegen häusliche Gewalt Jena

Projektlaufzeit:

01.Januar 2020 – 31.Dezember 2021

Projektförderer:

Dieses Projekt wird aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration gefördert und durch Spenden unterstützt. Übergeordneter Träger des Projektes ist die Diakonie Deutschland.

AMIF-TraKS: „Früherkennung, Stabilisierung, Therapie: trauma- und kultursensibel für junge Geflüchtete“

Ziel des Projektes:

Das Projekt „AMIF-TraKS: trauma- und kultursensible für junge Geflüchtete“ zielt auf einen Ausbau der Früherkennung von psychischen Belastungen und des Angebots zur psychischen Stabilisierung von jungen, geflüchteten Menschen und damit auf eine Verbesserung ihrer Lebensperspektiven ab. Dies erfolgt primär durch psychosoziale, therapeutische Arbeit mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen sowie einer Sensibilisierung und Einbeziehung ihrer Bezugspersonen wie Eltern, Betreuer*innen, Peer und Pädagog*innen. Darüber hinaus finden in Kooperation mit dem PSZ Düsseldorf Fachgespräche, Gremienarbeit, Auswertungen der eigenen Erfahrungen und Fortbildungen statt, um langfristig die Unterstützung dieser besonders verletzlichen Flüchtlingsgruppe durch andere Stellen zu fördern. Die auf drei Jahre angelegte Zusammenarbeit der Projektpartner*innen PSZ Düsseldorf und REFUGIO Thüringen e.V. (Standort Jena) zielt an beiden Standorten auf eine bessere psychosoziale Versorgung für junge geflüchtete Menschen.

Kontakt:

Mail: kjp-jena@refugio-thueringen.de

Tel.: 03641 – 226281

Projektträger*in:

PSZ Düsseldorf e. V.

Projektlaufzeit:

01.07.2019 – 30.06.2022

Projektförderer*innen:

Das Projekt wird u. a. aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der Europäischen Union kofinanziert sowie mit Spenden unterstützt.

AMIF-QUANTUM „Qualitätssicherung, Dokumentation und Monitoring im interprofessionellen Team“

Ziel des Projektes:

Zusammen mit der BAfF und 5 weiteren Psychosozialen Zentren arbeitet REFUGIO Thüringen an dem aus EU-Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) kofinanzierten Projekt QUANTUM mit. Dieses beabsichtigt die interdisziplinäre Arbeit in der psychosozialen Arbeit mit besonders vulnerablen Asylsuchenden systematisch zu analysieren, zu reflektieren und zu stärken.

In den bundesweiten Psychosozialen Zentren findet die Versorgung durch Behandlungsteams mit unterschiedlichen Wissensständen, Herangehensweisen und Erfahrungen statt. Die Identifizierung von Bedarfen und die Planung von Interventionen soll durch das Projekt weiter verbessert und vereinheitlicht werden. Softwaregestützte Dokumentationsformen sollen dabei an die interdisziplinäre Praxis angepasst werden und durch Datenanalysen Bedarfe und Versorgungsverläufe sichtbar gemacht werden.

Das Projekt setzt sich aus drei ineinandergreifende Projektbereiche zusammen:

1) Bedarfsermittlung & Dokumentation
2) Leitlinienentwicklung & interdisziplinäre Praxis
3) Datengestütztes Monitoring & statistische Versorgungsanalysen

Kontakt:

fluchs@refugio-thueringen.de

Projektlaufzeit:

01.07.2019 – 30.06.2022

Projektträger*in

Projektförderer

Dieses Projekt wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds kofinanziert sowie mit Spenden unterstützt.

Kunsttherapie für Kinder und Jugendliche mit besonderem Schutzbedarf

Ziel des Projektes:

Ziel des Projektes im Förderzeitraum ist es, in Kleistgruppen unter Achtung der Abstandsregeln und im Einzelsetting, Klient*innen einen sicheren ‚Raum‘ zur Verfügung zu stellen, der es erlaubt, Zeit zu verbringen, die künstlerisch frei gefüllt werden kann, ohne Anforderungen und Erwartungen. In ungezwungener und freier Atelieratmosphäre können die Kinder und Jugendlichen bildnerisch tätig werden. Das heißt, es besteht die Möglichkeit, sich spielend auszuprobieren, neue Materialien und künstlerische Herangehensweisen zu erforschen und nach einem ganz eigenen, individuellen Ausdruck, nach einer äußeren Form für das innere Erleben zu suchen.

Das Angebot soll einen Ausgleich zum Alltag schaffen, bei dem Spannungen reduziert oder gar aufgelöst werden können und die persönliche Lebensqualität bereichert wird. Die Kinder und Jugendlichen sollen ihre Ressourcen wieder entdecken bzw. entwickeln und nutzen lernen. Dadurch kann ihre eigene Persönlichkeit gestärkt und entwickelt werden.

Ein weiterer Schritt ist die Bearbeitung des Erlebten, in Form des bildnerischen Ergebnisses. Dieses kann ergänzt oder in seiner Erscheinung so verändert und umgestaltet werden, dass es individuell annehmbar wird und damit zu einer psychischen Entlastung führt.

Projektpartner:

Dieses Projekt wird in Kooperation mit drei Schulen durchgeführt.

Grundschule „Saaletal“, Jena

Gesamtschule „Lobdeburgschule“, Jena

Regelschule „Thomas-Mann-Schule“, Erfurt

Projektlaufzeit

01.05. – 31.12.2021

Projektförderer:

Dieses Projekt wird durch die Heidehof Stiftung und die UNO teilfinanziert sowie mit Spenden unterstützt.

Nothilfefonds und Fonds für Sprach- und Kulturmittler*innen:

Ziel des Projekts: 
Der Nothilfefonds unterstützt Geflüchtete in finanziellen Notsituationen. Diese können durch Anwaltskosten, aber auch gesundheitlich notwendige Behandlungen, die von den Krankenkassen nicht übernommen werden oder eine kurzfristige Unterstützung zur Sicherung des Lebensunterhalts, entstehen.  
Der zweite Teil finanziert die Kosten für Sprach- und Kulturmittler*innen für psychisch erkrankte und belastete Geflüchtet in gesundheitlichen Notfällen, Krisen und zur Vermittlung an niedergelassene Psychotherapeut*innen. Die Krankenkassen übernehmen diese Kosten nicht, aber gerade in Krisensituationen ist es wichtig, sich in der Muttersprache ausdrücken zu können. Für die Sozialämter ist es eine freiwillige Leistung, die mit unserer Hilfe beantragt, aber zumeist abgelehnt wird. 
Kontakt: koordination@refugio-thueringen.de
Projektförderer: Dieses Projekt wird aus Mitteln des Kollektenfonds „Migration und interreligiöser Dialog“ der Evangelischen Kirche in Mittedeutschland EKM gefördert sowie aus Spenden. 

Unterstützung von Flüchtlingen im Inland

Ziel des Projekts: 
Viele Geflüchtete benötigen aufgrund der Schwere des Erlebten und Erfahrenen  eine zusätzliche Unterstützung. Dafür ist es notwendig, besondere Zeitressourcen zur Verfügung zu stellen, neue Netzwerke zu akquirieren und Freiräume für methodische Anpassungen zu ermöglichen. Mit dieser Unterstützung erhalten wir dafür die finanziellen Möglichkeiten.  
Kontakt: koordination@refugio-thueringen.de
Projektförderer:
Das Projekt wird mit Mitteln aus dem Fonds „Unterstützung von Flüchtlingen im Inland“ der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland EKM gefördert. 

Therapeutische Versorgung von traumatisierten/psychisch erkrankten Geflüchteten in Thüringen durch das PSZ REFUGIO Thüringen – Akut-Programm

Ziel des Projektes:
Ziel des Projektes ist die Verbesserung der Lebenssituation, der Stärkung von Kompetenzen und Selbsthilfepotentiale sowie die psychische Stabilisierung und damit des Gesamtbefindens von besonders schutzbedürftigen, insbesondere psychisch belasteten und traumatisierten Geflüchteten in Thüringen.
Das Angebot ist in ein ganzheitliches Konzept eingebettet, das vom PSZ REFUGIO durch körper- und kunsttherapeutische Angebote sowie psychosoziale Beratung ergänzt wird. Dabei arbeiten die Therapeut*innen regelmäßig mit Sprach- und Kulturmittler*innen zusammen.

Laufzeit:
01.01.-31.12.2021

Ansprechpartnerin:
Katrin Bähr 

Förderer:
Dieses Projekt wird aus Mitteln des BMFSFJ gefördert und mit Spenden unterstützt.