Projekte

Anlauf- und Beratungsstelle für traumatisierte und/oder psychisch belastete Flüchtlinge in Thüringen

Ziel des Projektes:

Im Fokus des Projekts 2020 stehen die psychosoziale Beratung, Körpertherapie und Kunsttherapie von traumatisierten Geflüchteten in Thüringen. Die zentralen Maßnahmen zur Betreuung der Klient*innen werden durch geschulte Sprach- und Kulturmittler*innen unterstützt. Hinzu kommt die Durchführung von Interventionsscreenings durch psychologisch-therapeutisch qualifizierte Fachkräfte. Neben der Betreuung der Betroffenen im Psychosozialen Zentrum für Flüchtlinge REFUGIO Thüringen (PSZ) sollen Fachkräfte, Organisationen und Behörden für das Thema sensibilisiert werden und so durch gezielte Informations- und Netzwerkarbeit zur Verbesserung der Lebenssituation der Betroffenen in Thüringen beigetragen werden.

Projektlaufzeit:

01.01.2020-31.12.2020

Dieses Projekt wird aus Mitteln des Thüringer Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie finanziert.

AMIF „NOW – it happens NOT ONLY to WOMEN: Hilfe für männliche* Opfer sexualisierter Gewalt”

Ziel des Projektes:

Sexualisierte Gewalt gegen männliche* Jugendliche und junge Männer* ist ein Thema, welches erst vor wenigen Jahren in die öffentliche Wahrnehmung gerückt ist. Dennoch handelt es sich hierbei nach wie vor um ein weitestgehend unterschätztes gesellschaftliches Problem.

Das Projekt „NOW – it happens NOT ONLY to WOMEN: Hilfe für männliche* Opfer sexualisierter Gewalt” hat sich zum Ziel gesetzt, dieses Thema durch Sensibilisierung und Aufklärung weiter in die Öffentlichkeit hineinzutragen, damit diese Form der sexualisierten Gewalt als solche klarer erkannt, eingeordnet, benannt und bearbeitet werden kann.

Zentrales Anliegen des Projekts ist die therapeutische und psychosoziale Versorgung von den Männern* und Jungen* unter den Asylbewerbern in Thüringen, die sexualisierte Gewalt im Kontext Krieg und Flucht erfahren haben.

Angestrebt wird eine ganzheitliche Behandlung im PSZ, die durch Vermittlung an, Information von und den Diskurs mit Fachkräften ergänzt wird und so zum Ausbau von Versorgungskapazitäten im Freistaat beitragen soll.

Insgesamt soll das Projekt zur Verbesserung der Lebenssituation betroffener männlicher Asylbewerber* in Thüringen sowie zur Stärkung der Kompetenzen und Selbsthilfepotentiale dieser Klienten* beitragen. Aufklärung und Information von Betroffenen wie auch Weiter-Qualifizierung und Vernetzung von Projektmitarbeitenden gehören ebenso zu den definierten Zielen wie die Information und Vernetzung der zielgruppenspezifischen Fachöffentlichkeit, Initiativen, Organisationen und Multiplikatoren*.

Kontakt:

koordination@refugio-thueringen.de

Projektlaufzeit:

01.Juli 2019 bis 30.Juni 2022

Projektförderer:

Dieses Projekt wird aus Mitteln des BMFSFJ und des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds finanziert und unterstützt von der UNO Flüchtlingshilfe.

 

„Koordinierungs-, Vernetzungs- und Beratungsstelle für von Gewalt betroffene geflüchtete Mädchen*, Frauen*, LGBTIQA* und andere besonders schutzbedürftige Personengruppen“

Ziel des Projektes:

Der Fokus dieses Projektes richtet sich an Geflüchtete mit besonderen Schutzbedarfen. Folglich besteht ein wesentliches Ziel in der Förderung und Selbststärkung geflüchteter Mädchen*, Frauen* und LGBTIQA*. Ermöglicht werden sollen ein verbesserter Zugang zu Beratungs- und Schutzangeboten, die Teilnahme an Empowerment-Trainings (z.B. Tages-Workshops für von Rassismus Betroffene) sowie Selbstorganisation.

Im Bezug zum Themenkomplex LGBTIQA* und Flucht wird der Aufbau einer spezialisierten Fachstelle angestrebt. REFUGIO Thüringen versteht sich hier einerseits als kompetentes Beratungs- und Therapiezentrum, und andererseits als Kontakt- und Begegnungsort für queere Geflüchtete.

Des Weiteren soll die Kooperation mit anderen niedrigschwelligen Angeboten im selben Themenfeld etabliert bzw. ausgebaut werden. Ziel ist außerdem, Austausch und Empowerment von LGBTIQA* zu Diskriminierungsmechanismen und gesellschaftlichen Machtverhältnissen in Bezug auf sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität zu fördern.

Für Mädchen* und Frauen* mit Fluchterfahrung soll –gemäß den Vorgaben der Istanbul-Konvention – auf die Entwicklung und Etablierung effektiver Schutzmaßahmen hingewirkt werden. Hierfür soll ebenso die Kooperation mit anderen Akteur*innen und Netzwerken gefestigt und erweitert werden. Besondere Beachtung gilt dabei den Themen Menschenhandel, FGM und Zwangsverheiratung.

Geflüchtete Mädchen* und Frauen* aus afrikanischen Staaten erhalten Unterstützung beim Aufbau und der Durchführung eines selbstorganisierten Gruppenangebots.

REFUGIO Thüringen versteht sich auch als sogenannte Anlaufstelle für Kooperationspartner*innen bzw. Akteur*innen verschiedener Institutionen. Ziel in diesem Sinne ist die kompetente Beratung und/oder Vermittlung zu weiteren Unterstützungsangeboten wie auch eine bedarfsgerechte Qualifizierung, weitere Sensibilisierung und Vernetzung von Professionellen, die mit den entsprechenden Zielgruppen arbeiten.

Dies soll gewährleistet werden durch die Teilnahme an und Organisation von Arbeitskreisen und Vernetzungstreffen sowie von Weiterbildungsveranstaltungen z.B. zur Istanbul Konvention.

Eine Spezialisierung und die damit einhergehende Erweiterung der eigenen Expertise soll durch stetige Qualifizierung der Projektmitarbeitenden sichergestellt werden.

Kontakt:

Marvin Scheler

ProtectionAgainstViolence@refugio-thueringen.de

0157/76432788

Projektpartner*innen:

Zusammenarbeit und Vernetzung besteht unter anderem mit ezra – Beratung für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Thüringen, Frauenhaus Jena, Frauenzentrum Towanda e.V., Vielfalt Leben – QueerWeg Verein für Thüringen e. V.

Projektlaufzeit:

01.Januar 2020 – 31.Dezember 2021

Projektförderer:

Dieses Projekt wird aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration gefördert. Übergeordneter Träger des Projektes ist die Diakonie Deutschland.

 

AMIF- THS: „Traumatisierungsketten durchbrechen – Handlungsunsicherheiten überwinden – Schutzsysteme stärken“

Ziel des Projektes:

REFUGIO Thüringen widmet sich innerhalb dieses Projektes den strukturellen Bedingungen der psychosozialen Betreuung und Behandlung Asylsuchender. Es wird die Versorgungslage analysiert, die (Fach-)Öffentlichkeit für die speziellen Versorgungsbedarfe im Kontext von „Flucht und Trauma“ sensibilisiert und verschiedene Optimierungsangebote entwickelt, zum Beispiel für die Sprachmittlung in der Therapie.

Kontakt:

projektmitarbeit@refugio-thueringen.de

Projektpartner:

Dieses Projekt wird in Zusammenarbeit mit 11 weiteren Zentren und der BAfF e.V. durchgeführt.

Projektlaufzeit:

01.Juli 2018 – 30. August 2020

In Kooperation mit:

Projektförderer:

Dieses Projekt wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds finanziert und
unterstützt von der UNO Flüchtlingshilfe.

Aufbau einer Fachberatungsstelle für Opfer von Menschenhandel

Ziel des Projektes:

Auch wenn es für uns manchmal weit weg scheint – Menschenhandel gibt es überall!

Thüringen ist derzeit deutschlandweit das einzige Bundesland ohne eine konkrete Anlaufstelle für Menschen, die Opfer einer solch gravierenden Verletzung ihrer Menschenrechte wurden. REFUGIO Thüringen hat diesen großen Bedarf erkannt und möchte nun mit Hilfe vieler Netzwerk- und Kooperationspartner eine Fachberatungsstelle für Betroffene von Menschenhandel aufbauen. Im ersten Schritt werden eine Bedarfsanalyse sowie Strukturaufbau im Vordergrund stehen.

Kontakt:

L. Howitz

lhowitz@refugio-thueringen.de

0157 76432770

Projektpartner:

Dieses Projekt wird in Zusammenarbeit mit vielen Partnern durchgeführt, wie der Diakonie Mitteldeutschland, ECPAT, KOBRAnet, The Justice Project e.V., etc.

Projektlaufzeit:

Das Projekt wird vorerst vom 1. August 2019 bis 31. Juli 2020 gefördert, eine Weiterfinanzierung ist geplant.

Projektförderer:

Dieses Projekt wird aus Mitteln des Amnesty International finanziert.

„Früherkennung, Stabilisierung, Therapie: trauma- und kultursensibel für junge Geflüchtete“

Ziel des Projektes:

Das Projekt „TraKS: trauma- und kultursensible für junge Geflüchtete“ zielt auf einen Ausbau der Früherkennung von psychischen Belastungen und des Angebots zur psychischen Stabilisierung von jungen, geflüchteten Menschen und damit auf eine Verbesserung ihrer Lebensperspektiven ab. Dies erfolgt primär durch psychosoziale, therapeutische Arbeit mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen sowie einer Sensibilisierung und Einbeziehung ihrer Bezugspersonen wie Eltern, Betreuer*innen, Peer und Pädagog*innen. Darüber hinaus finden in Kooperation mit dem PSZ Düsseldorf Fachgespräche, Gremienarbeit, Auswertungen der eigenen Erfahrungen und Fortbildungen statt, um langfristig die Unterstützung dieser besonders verletzlichen Flüchtlingsgruppe durch andere Stellen zu fördern. Die auf drei Jahre angelegte Zusammenarbeit der Projektpartner*innen PSZ Düsseldorf und REFUGIO Thüringen e.V. (Standort Jena) zielt an beiden Standorten auf eine bessere psychosoziale Versorgung für junge geflüchtete Menschen.

Kontakt:

Mail: kjp-jena@refugio-thueringen.de

Tel.: 03641 – 226281

Antragsteller*in:

PSZ Düsseldorf e. V.

Projektpartner*in:

Refugio Thüringen Standort Jena

Projektlaufzeit:

01.07.2019 – 30.06.2022

Projektförderer*innen:

Das Projekt wird u. a. aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der Europäischen Union finanziert.

AMIF-QUANTUM „Qualitätssicherung, Dokumentation und Monitoring im interprofessionellen Team“

Ziel des Projektes:

Zusammen mit der BAfF und 5 weiteren Psychosozialen Zentren arbeitet REFUGIO Thüringen an dem aus EU-Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) kofinanzierten Projekt QUANTUM mit. Dieses beabsichtigt die interdisziplinäre Arbeit in der psychosozialen Arbeit mit besonders vulnerablen Asylsuchenden systematisch zu analysieren, zu reflektieren und zu stärken.

In den bundesweiten Psychosozialen Zentren findet die Versorgung durch Behandlungsteams mit unterschiedlichen Wissensständen, Herangehensweisen und Erfahrungen statt. Die Identifizierung von Bedarfen und die Planung von Interventionen soll durch das Projekt weiter verbessert und vereinheitlicht werden. Softwaregestützte Dokumentationsformen sollen dabei an die interdisziplinäre Praxis angepasst werden und durch Datenanalysen Bedarfe und Versorgungsverläufe sichtbar gemacht werden.

Das Projekt setzt sich aus drei ineinandergreifende Projektbereiche zusammen:

1) Bedarfsermittlung & Dokumentation
2) Leitlinienentwicklung & interdisziplinäre Praxis
3) Datengestütztes Monitoring & statistische Versorgungsanalysen

 

Kontakt:

koordination@refugio-thueringen.de

 

Projektlaufzeit:

01.07.2019 – 30.06.2022

In Kooperation mit

Projektförderer

Dieses Projekt wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds finanziert.

Kunsttherapie für Kinder und Jugendliche mit besonderem Schutzbedarf

Ziel des Projektes:

Ziel des Projektes im Förderzeitraum ist es, in Kleistgruppen unter Achtung der Abstandsregeln und im Einzelsetting, Klient*innen einen sicheren ‚Raum‘ zur Verfügung zu stellen, der es erlaubt, Zeit zu verbringen, die künstlerisch frei gefüllt werden kann, ohne Anforderungen und Erwartungen. In ungezwungener und freier Atelieratmosphäre können die Kinder und Jugendlichen bildnerisch tätig werden. Das heißt, es besteht die Möglichkeit, sich spielend auszuprobieren, neue Materialien und künstlerische Herangehensweisen zu erforschen und nach einem ganz eigenen, individuellen Ausdruck, nach einer äußeren Form für das innere Erleben zu suchen.

Das Angebot soll einen Ausgleich zum Alltag schaffen, bei dem Spannungen reduziert oder gar aufgelöst werden können und die persönliche Lebensqualität bereichert wird. Die Kinder und Jugendlichen sollen ihre Ressourcen wieder entdecken bzw. entwickeln und nutzen lernen. Dadurch kann ihre eigene Persönlichkeit gestärkt und entwickelt werden.

Ein weiterer Schritt ist die Bearbeitung des Erlebten, in Form des bildnerischen Ergebnisses. Dieses kann ergänzt oder in seiner Erscheinung so verändert und umgestaltet werden, dass es individuell annehmbar wird und damit zu einer psychischen Entlastung führt.

Projektpartner:

Dieses Projekt wird in Kooperation mit drei Schulen durchgeführt.

Grundschule „Saaletal“, Jena

Gesamtschule „Lobdeburgschule“, Jena

Regelschule „Thomas-Mann-Schule“, Erfurt

Projektlaufzeit

  1. August 2020 – 31. Dezember 2020

Projektförderer:

Dieses Projekt wird durch Amnesty International finanziert.