Gestern Abend startete erneut ein Abschiebeflieger nach Afghanistan, dieses mal von München.
Das Flugzeug ist heut mit 26 Männern an Board in Kabul gelandet (vgl. hier). Zeitgleich wird am Morgen von Anschlägen in der afghanischen Hauptstadt mit mehreren Toten berichtet (vgl. hier). Dies ist tägliche Realität in dem Land, welches laut Global Peace Index 2020 als das Gefährlichste der Welt eingestuft wird.Wir verurteilen Abschiebungen nach Afghanistan aufs Schärfste. Ein Großteil unserer Klient*innen stammt aus dem kriegsgebeutelten Land. Viele Menschen werden sich wohl nie von den traumatischen Erfahrungen „erholen“ können, fast jede Familie in Afghanistan hat inzwischen Tote zu verzeichnen. Allein der Gedanke an eine zwangsweise Abschiebung, bedeutet für den Großteil der Klient*innen in unserem Zentrum die Konfrontation mit Angst und Panikzuständen. Es ist kaum vorstellbar, wie es den Betroffenen ergehen muss, welche heute (und wie fast 1000 andere Personen zuvor) unter Zwangsmaßnahmen abgeschoben wurden. Hunger, Armut und Verelendung sind oft die „Normalumstände“ abgeschobener Menschen in Kabul, die Gefahr Opfer eines Attentates zu werden, wie er bspw. heute früh stattfand, kommt lebensbedrohlich hinzu. Nicht zu vergessen ein hohes Retraumatisierungspotential!Am Montag den 8.2. hatten deutschlandweit Kundgebungen dazu stattgefunden. In Erfurt hatten der afghanische Verein move e.V. und die Initiative Abschiebestopp Thüringen dazu aufgerufen. Hier geht es zu einem kurzen Beitrag mit Mittschnitten von der Mahnwache: hier Wir schließen uns den Forderungen von deutschlandweit über 96 Organisationen an und fordern: keine Abschiebungen in den Terror! (vgl. hier)

#afghanistannotsafe

#stopdeportation

#LeaveNoOneBehind


Foto: Abschiebestopp Thüringen